Sozialdienst katholischer Frauen fördert mit 117.000 Euro Projekte, die Frauen stärken

Insgesamt acht Projekte in der ganzen Erzdiözese Freiburg fördert der SkF Diözesanverein mit dem Förderfonds "Handeln für die Zukunft".
In Mannheim, Staufen, Heidelberg, Freiburg und Waldkirch fördert der Diözesanverein Projekte, die sonst nicht zustande kommen könnten und die direkt bei den Menschen ankommen, für die der Sozialdienst katholischer Frauen unterwegs ist.
Beim SkF Freiburg werden zwei Projekt gefördert: "Miteinander wachsen im offenen Treff" stärkt Frauen, vermeidet soziale Isolation und baut durch den Beziehungs- und Vertrauensaufbau zu Fachpersonen darauf, dass Familien mit kleinen Kindern und verschiedenen Unterstützungsbedarfen so in bestehende passgenaue Angebote vermittelt werden können, die sie alleine nicht finden würden. Mit der fortfolgenden Förderung des Aufbaus einer "Kooperativen Sozialen Schuldenberatung" im SkF Freiburg setzt die Förderung auch hier auf frühzeitige Intervention: Familien, die von Schulden betroffen sind, aber von etablierten Schuldenberatungsstellen in Freiburg nicht erreicht werden, finden in Personen, zu denen sie bereits eine Vertrauensbasis haben, Ansprechpersonen für ihre Schuldenthematik.
Menschen mit psychischen Erkrankungen können durch die Förderung zusammen mit dem SkF Heidelberg Ausflüge, Museumsführungen, Konzertbesuche machen und so am kulturellen Leben teilhaben, das ihnen sonst verwehrt bleibt. Sowohl finanziell, als auch von den eigenen Möglichkeiten her, alleine auszugehen, haben Menschen mit psychischen Erkrankungen und seelischen Belastungen oft nicht die Chance auf Teilhabe. Die Förderung ermöglicht den Menschen Kultur und Bildung und Teilhabe an Gesellschaft.
In Mannheim ermöglicht die Förderung die Einrichtung einer inklusiven Fahrradwerkstatt beim SkF Mannheim mitten in den Quadraten, durchgeführt von einer Person mit psychischer Erkrankung, sowie einer Austausch- und Ressourcengruppe für Menschen mit psychischen Belastungen. Mittendrin im SkF Mannheim, offen für alle - das ist gelebte Inklusion.
In Bad Krozingen und Staufen bietet der SkF ein sozialräumliches Konzept an, das direkt bei den Menschen ankommt: "Miteinander wachsen - Begegnung, Information und Entlastung für Familien im SkF Staufen e.V." adressiert Familien, deren Kinder in der ambulanten Jugendhilfe des SkF Staufen betreut werden. Viele dieser Familien haben einen enormen Bedarf an niederschwelliger Wissensvermittlung zu Themen wie Medienpädagogik, Pubertät, Autismus, Erste-Hilfe am Kind und anderem mehr, sowie Vernetzungsangeboten und geselligem Miteinander wie Sommerfest.
Auch der SkF Waldkirch setzt auf Prävention als starkes Zukunftsstichwort und setzt mit dem Projekt "Starke Familien durch starke Kitas - Soziale Fachkräfte als präventive Brücke" darauf, die Menschen dort anzusprechen, wo sie sind: als Familien im Kindergarten. Schwierige Familienangelegenheiten wie finanzielle Krisensituationen, Erziehungsprobleme, häusliche Gewalt werden meist erst in fortgeschrittenem Stadium beim SkF vorgebracht. Mit der Einbindung einer Sozialarbeitenden in Kitas in Waldkirch soll Eltern eine Brücke gebaut werden und Probleme bearbeitet werden, bevor sie eskaliert sind.
Die engagierte Diskussion im Vergabegremium des SkF Diözesanverein zeigte: Frauen stärken, sozialräumlich denken und Innovation ermöglichen ist dem Diözesanverein ein Herzensanliegen. "Wir sind stolz und sehr dankbar, mit dem Projekttopf "Handeln für die Zukunft" Projekte zu ermöglichen, die sonst keine Finanzierung haben und so einen Beitrag zu Chancengleichheit und Hilfe in politisch und menschlich aufgeheizten Zeiten leisten zu können", betont Vorstandsvorsitzende Isabel Kaiser. "`Handeln für die Zukunft´" heißt: heute unterstützen, damit morgen gelingt."

Der SkF unterstützt mit über 7.500 Mitgliedern und über 10.000 Ehrenamtlichen sowie über 10.000 beruflichen Mitarbeiter*innen in bundesweit rund 120 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind. Der SkF Diözesanverein unterstützt und vernetzt die elf Ortsvereine in der Erzdiözese Freiburg. Seine thematischen Schwerpunkte liegen auf der Schwangerschaftsberatung, dem Gewaltschutz für Frauen sowie der Betreuungsführung. Die Ortsvereine unterstützen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien. Ihr Angebot umfasst Schwangerschaftsberatungsstellen, Betreuungsvereine, ein Frauenhaus, Mutter/Vater-Kind-Einrichtungen, Kurberatungsstellen, ambulante, teilstationäre und stationäre Kinder- und Jugendhilfe, Kindertageseinrichtungen, eine Schule und anderes.